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Gentoo-Installation (Stage 3)

Manuell von einer Gentoo LiveCD aus
29.09.2012

Einleitung

Diese Installationsanleitung ist eine Schnellanleitung für eine Stage3-Installation von Gentoo-Linux, die bis zu einer von der Festplatte bootenden Kommandozeile führt. Die Anleitung basiert auf dem offiziellen Installationsleitfaden aus dem "Gentoo Linux Handbuch" von www.gentoo.org, wurde jedoch stark verkürzt und um persönliche Notizen ergänzt. Den Lesern, die weiteren Erklärungen bedürfen, sei der offizielle Installationsleitfaden ans Herz gelegt und empfohlen diese Anleitung höchstens nebenbei zu verwenden. Da die Reihenfolge beibehalten wurde, sollte ein zwischenzeitlicher Wechsel kein Problem sein. Für eine Installation nach dieser Anleitung sollte man etwa 2-3 Stunden einplanen. Abhängig von der Geschwindigkeit des Systems und der Internetverbindung kann der Wert jedoch stark variieren. Da es sich um eine Stage3-Installation handelt, wird das Basissystem vorkompiliert heruntergeladen, was die Installation im Vergleich zu früheren Stage2-Installationen stark beschleunigt. Die Anpassung der USE-Flags, die ein Gentoo-System ausmachen, erfolgt in einem späteren Artikel.

Während der gesamten Installation wird eine Internetverbindung benötigt, um alles Benötigte direkt aus dem Repository im Internet herunter zu laden. Zudem sollten möglichst ausgewählte Komponenten in dem Rechner stecken und deren Chips bzw. Bezeichnungen bekannt sein, da man bei der Konfiguration des Kernels die Treiber für die entsprechenden Komponenten auswählen muss. Da die Installation von einigen Komponenten unter Linux sehr schwierig werden kann, sollte man ggf. bereits vorher mit einer Linux-LiveCD testen oder zumindest eine Internet-Recherche starten, ob die wichtigsten Komponenten unter Linux funktionieren. Dies gilt insbesondere für Netzwerkkarten, Festplattencontroller und Grafikkarte, aber auch für Funktionstasten an Laptops oder Soundkarten. Viele typische Treiber sind bereits vorausgewählt, so dass man Glück haben kann, dass der Kernel auch ohne weitere Konfiguration zumindest startet. Jedoch macht es gerade den Reiz von einem Gentoo Linux aus, nur das Benötigte zu installieren, was zudem auch die Kompilationszeiten verringert. Generell gilt unter Gentoo, dass das System nur das kann und macht, was man dem System aufgibt zu tun bzw. ihm beibringt - zumindest wenn man es hoch optimiert und nicht wahllos alle Treiber und jegliche Software mit allen Features installieren möchte.

Falls man eine parallele Installation von Windows XP/Vista/7/8 und Linux vor hat, dann ist es am einfachsten zunächst unter Linux zu Partitionieren und die Linux-Dateisysteme zu formatieren (Schritt 2 & 3) und dann das Windows-Setup genau an der Stelle dazwischen zu schieben - in der Anleitung wird an der entsprechenden Stelle nocheinmal darauf hingewiesen. Denn so kommt man sich nicht mit den Bootmanagern ins Gehege - GRUB muss nach Windows installiert werden, da er sonst unweigerlich vom Windows-Installations-Programm wieder überschrieben wird. Zudem wird nach der Formatierung der Linux-Dateisysteme die erste NTFS-Partition korrekt als C: erkannt. Sonst kann auch die unpartitionierte 64 MB-Partition in dem hier verwendeten Partitionierungsschema C: sein und die eigentliche Windows-Partition D: oder E:, was zumindest einigen Ästheten Kopfzerbrechen bereiten dürfte, da man im Nachhinein den Laufwerksbuchstaben der Windows-System-Partition nicht mehr so einfach ändern kann.

Vorbereitung

Zunächst benötigt man eine Gentoo LiveCD von einem der Mirrors unter www.gentoo.org/main/en/mirrors2.xml. Dazu wechselt man zunächst in das Verzeichnis "releases" und wählt dann die gewünschte Architektur. "x86" für ältere 32-bit- oder "amd64" für neuere 64-bit-Systeme. Wenn man dann dem Link "current-iso" folgt, landet man im Verzeichnis mit dem neusten CD-Abbild, z.B. "./releases/x86/current-iso/install-x86-minimal-20120710.iso" (~150MB), welches man dann auf CD brennen kann. Alternativ kann prinzipiell auch fast jede andere Linux-Distribution bzw. LiveCD (z.B. Knoppix) benutzt werden, um Gentoo Linux zu installieren. Eine grafische Oberfläche hat den Vorteil, dass man während der Installation am gleichen Rechner diese Anleitung lesen, im Gentoo-Forum stöbern, sich mit Spielen die Zeit vertreiben oder einfach im Internet surfen kann. Die Installation erfolgt komplett auf der Konsole, so dass kein großer Unterschied zwischen den LiveCDs bestehen sollte.

Falls Probleme bei der Installation auftauchen, lohnt es sich immer einen Blick ins Forum zu werfen, da die meisten Probleme dort bereits gelöst wurden. Des weiteren kann auch das Gentoo Linux Handbuch, auf dem diese Schnellanleitung basiert und in dem die Installation ebenfalls beschrieben wird, weiterhelfen, da die Ausführungen dort ggf. aktueller und umfangreicher sind.

1. LiveCD-Booten

  1. Boote von der Gentoo-LiveCD und drücke "Enter" - die Gentoo LiveCD startet...
    Falls es Probleme beim Booten gibt, helfen die Parameter "acpi=off" und "noapic" häufig weiter, wie z.B beim "sata_nv"-Treiber bei nForce4-Boards, wie dem ASUS A8N-SLI Deluxe.
    Folge den Anweisungen, bis man eine Root-Konsole oder bei einer umfangreicheren LiveCD eine grafische Oberfläche vor sich hat. Der Bootvorgang ist damit abgeschlossen.
  2. [nur bei Verwendung einer LiveCD mit grafischer Oberfläche] Starte "Terminal" o.ä. und beschaffe Root-Rechte:
    # sudo su -
  3. [optional] Root-Passwort des LiveCD-Systems setzen (z.B. für SSH):
    # passwd
    Das Root-Passwort ist bisher ein Zufallswert. Falls man die Installation lokal an der Root-Konsole durchführt, wird keines benötigt.
  4. [optional] screen benutzen (virtuelle Konsole, um bei Abmeldungen vom System die Installation nicht unterbrechen zu müssen):
    # screen
    Ctrl-A, dann d (screen verlassen), "# screen -r" (screen wieder aufrufen), Ctrl-D (screen beenden)
  5. Wenn man einen Router mit DHCP-Server und keine exotische Netzwerkkarte besitzt, sollte das Netzwerk bereits funktionieren. (Test z.B. per: "# ping heise.de -c5")
    [alternativ] Netzwerk halbautomatisch einrichten:
    # net-setup eth0
    Eine Kontrolle der Konfiguration ist per "# ifconfig" möglich. Ein fehlender Treiber muss vorher z.B. per "# modeprobe atl1e" geladen werden, was z.B. beim ASUS EeePC 1000H für die Atheros L1E Netzwerkkarte nötigt ist.
    [alternativ] Bei direkt angeschlossenem DSL-Modem (ohne Router):
    # pppoe-setup
    # pppoe-start
  6. [optional] SSH starten, um die Installation übers Netzwerk "fernzusteuern" (dazu muss das Root-Passwort gesetzt sein (s.o.)):
    # /etc/init.d/sshd start

2. Partitionieren

  1. fdisk starten:
    # fdisk /dev/sda
    Die erste SCSI oder SATA Festplatten heißt "sda", das zweite IDE-Geräte "hdb".
  2. Boot-Partition erstellen (erste primäre Partition; 64 MB):
    Drücke "n", dann "p", gefolgt von "1", "keine Eingabe" (erster Zylinder) und "+64M" (letzter Zylinder).
  3. SWAP-Partition erstellen (zweite primäre Partition; hier: 1GB (sollte min. so groß wie RAM sein)):
    Drücke "n", dann "p", gefolgt von "2", "keine Eingabe" (erster Zylinder) und "+1024M" (letzter Zylinder).
    Anschließend "t" (Partitionstyp), dann "2", dann "82" (Partitionstyp "Linux Swap").

    Für ein System mit Linux alleine:
    d) Root-Partition erstellen (dritte primäre Partition; Rest der Festplatte (es sollten min. 8 GB sein - ich empfehle 10 GB oder mehr (exklusive Benutzer Daten)):
    Drücke "n", dann "p", gefolgt von "3", "keine Eingabe" (erster Zylinder) und "keine Eingabe" (letzter Zylinder).

    Für ein DualBoot-System mit Linux und Windows:
    Die Festplatte sollte insgesamt min. 30 GB haben, um auch noch eine Datenaustauschpartition (FAT32) darauf zu bekommen.
    d) Windows-Partition erstellen (dritte primäre Partition; 10 GB):
    Drücke "n", dann "p", gefolgt von "3", "keine Eingabe" (erster Zylinder) und "+10240M" (letzter Zylinder).
    Anschließend "t" (Partitionstyp), dann "3", dann "7" (Partitionstyp "HPFS/NTFS").
    Die Windows Partition muss unterhalb von 8 GB beginnen und eine Primäre Parition sein, damit Windows davon booten kann!
    e) Erweiterte Partition erstellen (Rest der Festplatte):
    Drücke "n", dann "e", gefolgt von "keine Eingabe" (erster Zylinder) und "keine Eingabe" (letzter Zylinder).
    f) Root-Partition erstellen: (erste logische Partition; 10 GB):
    Drücke "n", gefolgt von "keine Eingabe" (erster Zylinder) und "+10240M" (letzter Zylinder).
    g) Daten-Partitionen erstellen: (soviele, wie man möchte; so groß, wie man möchte):
    Drücke "n", gefolgt von "keine Eingabe" (erster Zylinder) und "+"gewählteGröße"M" (letzter Zylinder).
    FAT32 zum Austausch zwischen Linux und Windows (b); NTFS für Windows (7); EXT4 (Linux) für Linux (83). Umstellung des Typs mit "t".

    Mit "p" kann man sich schließlich nochmal übersichtlich anzeigen lassen, wie die Festplatte nun partitioniert wird. Außerhalb von fdisk auch per "# fdisk -l".
  4. Änderungen Speichern:
    Drücke "w".
    In der Anleitung wird nun fortsetzend von einem System mit Linux alleine ausgegangen! Beachte dies bei den nächsten Schritten, da ggf. die Partitionen verschieden sind. Einen Überblick über die eigene Partitionierung bekommt man in fdisk mit "p". fdisk kann man dann mit "q" verlassen, ohne die Einstellungen zu speichern.

3. Formatieren & Mounten

  1. Boot-Partition mit ext2 formatieren:
    # mkfs.ext2 /dev/sda1
  2. Root-Partition mit ext4 formatieren:
    # mkfs.ext4 /dev/sda3
  3. Swap-Partition erstellen:
    # mkswap /dev/sda2
    An dieser Stelle wäre es nun sinnvoll ggf. Windows zu installieren, denn die erste NTFS-Partition wird ab hier korrekt als C: erkannt. Nach der Windows-Installation muss dann nochmal Schritt 1 ausgeführt werden, bevor dann an dieser Stelle mit der Gentoo-Installation fortgefahren werden kann.
  4. Swap-Partition aktivieren:
    # swapon /dev/sda2
  5. Root-Partition mouten:
    # mount /dev/sda3 /mnt/gentoo
  6. Boot-Verzeichnis erstellen:
    # mkdir /mnt/gentoo/boot
  7. Boot-Partition mouten:
    # mount /dev/sda1 /mnt/gentoo/boot

4. Installations-Dateien vorbereiten

  1. Datum und Zeit überprüfen:
    # date
    Datum und Zeit können korrigiert werden per: "# date 042516212005 (für Sun Apr 25 16:21:18 CEST 2005)"
  2. In das Installationsverzeichnis wechseln:
    # cd /mnt/gentoo
  3. Lade mit links2 das Archiv des Basis Systems und des Portage-Snapshots herunter:
    # links2 http://www.gentoo.org/main/en/mirrors2.xml
    Wechsel auf dem Mirror nach "releases/'Architektur'/current-stage3/" und starte den Download des neusten bz2-Archivs mit der Taste "D".
    Wenn der Download verifiziert werden soll, dann muss auch noch die zum Archiv gehörige *.DIGESTS-Datei runtergeladen werden.
    Wechsel anschließend durch dreimaliges Drücken von "Backspace" zurück in das gentoo-Verzeichnis auf dem Mirror und danach in das Verzeichnis "snapshots/".
    Starte den Download von "portage-latest.tar.bz2" mit "D" und schließe Links2 danach mit "Q".
    Wenn der Download verifiziert werden soll, dann muss man auch noch "portage-latest.tar.bz2.md5sum" runtergeladen werden.
  4. [optional] Archive verifizieren:
    # sha512sum -c stage?-*.tar.bz2.DIGESTS
    # md5sum -c portage-latest.tar.bz2.md5sum
  5. Entpacke das Archiv mit dem Gentoo Basis System:
    # tar -xvjpf stage?-*.tar.bz2
    x = extract, v = verbose, j = Dekompr. mit bzip2, p = preserve permissions, f = Datei auspacken ohne die Standardeingabe zu nutzen.
  6. Entpacke das Archiv mit dem Portage-Snapshot:
    # tar -xvjf portage-latest.tar.bz2
    x = extract, v = verbose, j = Dekompr. mit bzip2, f = Datei auspacken ohne die Standardeingabe zu nutzen.

5. Installation des Gentoo Basis System

  1. Öffnen von make.conf - der Konfigurationsdatei von Portage:
    # nano -w /mnt/gentoo/etc/portage/make.conf
  2. Anzahl der Threads beim Kompilieren festlegen (Zeile in make.conf editieren bzw. hinzufügen):
    MAKEOPTS="-j2"
    "2" durch CPU- bzw. (Hyper-Threading-)Kern-Anzahl + 1 ersetzen
  3. make.conf mit der Tastenkombination STRG+X schließen.
    Abfrage zum Speichern mit y bzw. z und Dateiname mit "Enter" bestätigen. (In der weiteren Anleitung wird dieser Schritt nicht mehr explizit aufgeführt!)
  4. Download Server hinzufügen (zum Download der Quellcodes):
    # mirrorselect -i -o >> /mnt/gentoo/etc/portage/make.conf
    Manuell kann z.B. GENTOO_MIRRORS="http://mirror.netcologne.de/gentoo/" in die make.conf (s.o.) eingetragen werden.
  5. rsync-Server hinzufügen (zur Aktualisierung des Portage-Trees):
    # mirrorselect -i -r -o >> /mnt/gentoo/etc/portage/make.conf
    Manuell kann z.B. SYNC="rsync://rsync10.de.gentoo.org/gentoo-portage" in die make.conf (s.o.) eingetragen werden.
  6. Kopieren der DNS Informationen:
    # cp -L /etc/resolv.conf /mnt/gentoo/etc/resolv.conf
  7. Mounten von /proc, /sys und /dev:
    # mount -t proc none /mnt/gentoo/proc
    # mount --rbind /sys /mnt/gentoo/sys
    # mount --rbind /dev /mnt/gentoo/dev
  8. Mit Chroot in die neue Umgebung wechseln:
    # chroot /mnt/gentoo /bin/bash
    # env-update
    source /etc/profile
    Mit "# export PS1="(chroot) $PS1"" kann der Prompt der Konsole geändert werden, damit die Chroot-Umgebung besser von der Konsole der LiveCD unterschieden werden kann.
  9. Portage Tree updaten:
    # emerge --sync
    Dieser Vorgang kann abhängig von der Geschwindigkeit des Rechners und der Internetverbindung 20-30 min dauern.
  10. Betrachte die Liste der zur Verfügung stehenden Profile:
    # eselect profile list
    Das eingestellte Profil wird durch ein blaues "*" markiert.
  11. Wähle das des Profils für das System durch Angabe der der entsprechenden Zahl, z.B. "default/linux/x86/10.0/desktop/gnome":
    # eselect profile set 4
    Damit wird ein Standardsatz von USE-Flags und weiteren Einstellungen von Portage gesetzt, die man sich per "# emerge --info" ansehen kann.

6. Konfiguration des Kernels

  1. Setzen der Zeitzone:
    # cp /usr/share/zoneinfo/Europe/Berlin /etc/localtime
    Bsp. für Europe/Berlin; eine vollständige Liste gibt es per "# ls /usr/share/zoneinfo"
  2. Installation der Kernel-Quellen:
    # emerge gentoo-sources
    Dieser Vorgang kann abhängig von der Geschwindigkeit des Rechners und der Internetverbindung in paar Minuten dauern.
  3. Link zur Kernelquelle überprüfen:
    # ls -l /usr/src/linux
    Korrektur mit: "# rm /usr/src/linux" und "# ln -s /usr/src/linux-3.3.8-gentoo /usr/src/linux"
  4. Menuconfig starten:
    # cd /usr/src/linux
    # make menuconfig
  5. Prozessor auswählen:
    Processor type and features --->
    [*] Symmetric multi-processing support
    Processor family --> (den passensten auswählen)
  6. Dateisystemunterstützung einbinden:
    File systems --->
    <*> Second extended fs support
    <*> Ext3 journalling file system support
    <*> The Extended 4 (ext4) filesystem
    Pseudo Filesystems --->
    [*] /proc file system support
    [*] Virtual memory file system support (former shm fs)
    etc.

    [optional] PPPoE Treiber:
    Device Drivers --->
    Network device support --->
    <*> PPP (point-to-point protocol) support
    <*> PPP support for async serial ports
    <*> PPP support for sync tty ports
  7. Kernel kompilieren:
    # make
    # make modules_install
    Dieser Vorgang kann abhängig von der Geschwindigkeit des Rechners und der Internetverbindung 20-30 min dauern.
  8. Installieren des Kernels:
    # cp arch/x86/boot/bzImage /boot/kernel-3.3.8-gentoo
  9. Backup der Kernelkonfiguration erstellen:
    # cp .config /boot/config-3.3.8-gentoo
  10. /etc/modules.conf aktualisieren:
    # modules-update

7. System konfigurieren

  1. Die statischen Dateisysteme Informationen konfigurieren:
    # nano -w /etc/fstab
    /dev/sda1 /boot ext2 noauto,noatime 1 2
    /dev/sda2 none swap sw 0 0
    /dev/sda3 / ext4 noatime 0 1
    /dev/cdroms/cdrom0 /mnt/cdrom iso9660 noauto,ro 0 0
    /dev/fd0 /mnt/floppy auto noauto 0 0
    Wer noch mehr Laufwerke/Partitionen hat sollte diese hier einbinden. Es müssen jedoch alle Mountpoints existieren!
    /dev/sda6 /mnt/ntfs ntfs noatime,user,ro,uid=1000 0 0
    /dev/sda7 /mnt/fat vfat noatime,user,rw 0 0
  2. Konfigurieren des Hostnamens (Zeile bearbeiten):
    # nano -w /etc/conf.d/hostname
    HOSTNAME="MyHostName"
  3. Konfigurieren des Netzwerks und Domainnamens (Zeilen hinzufügen):
    # nano -w /etc/conf.d/net
    config_eth0="dhcp"
    dns_domain_lo="heimnetzwerk"
    [alternativ] Netzwerk manuell konfigurieren (Zeilen hinzufügen):
    config_eth0="192.168.0.2 netmask 255.255.255.0 brd 192.168.0.255"
    routes_eth0="default via 192.168.0.1"
  4. Netzwerkkarte beim Systemstart aktivieren:
    # ln -s /etc/init.d/net.lo /etc/init.d/net.eth0
    # rc-update add net.eth0 default
  5. Konfigurieren der Systemuhr (Zeile bearbeiten):
    # nano -w /etc/conf.d/hwclock
    CLOCK="local"
  6. Locales konfigurieren (Zeilen einkommentieren/hinzufügen):
    # nano -w /etc/locale.gen
    en_US ISO-8859-1
    en_US.UTF-8 UTF-8
    de_DE ISO-8859-1
    de_DE@euro ISO-8859-15
    # locale-gen
  7. Shell-Umgebung neu laden:
    # env-update
    source /etc/profile
  8. System Logger installieren und beim Systemstart starten lassen:
    # emerge metalog
    # rc-update add metalog default
  9. DHCP-Client installieren:
    # emerge dhcp
  10. [optional] NTP installieren und beim Systemstart starten lassen:
    # emerge ntp
    # rc-update add ntp-client default
  11. [optional] PPPoE-Client (für direkt angeschlossenes DSL-Modem) installieren:
    # emerge ppp

8. Bootloader installieren

  1. GRUB installieren:
    # emerge grub
  2. GRUB konfigurieren:
    # nano -w /boot/grub/grub.conf
    default 0
    timeout 5
    splashimage=(hd0,0)/grub/splash.xpm.gz

    title Gentoo Linux 3.3.8
    root (hd0,0)
    kernel (hd0,0)/kernel-3.3.8-gentoo root=/dev/sda3
    [optional] Bootmanagereintrag für Windows 2000/XP/Vista/7/8 anlegen:
    title Windows 2000/XP/Vista/7/8
    rootnoverify (hd0,2)
    makeactive
    chainloader +1
  3. mtab erstellen (beinhaltet Liste der gemounteten Dateisysteme):
    # grep -v rootfs /proc/mounts > /etc/mtab
  4. GRUB im Masterbootrecord eintragen:
    # grub-install --no-floppy /dev/sda
    [alternativ] GRUB manuell installieren, falls obiger Befehl fehlschlägt:
    # grub
    grub> root (hd0,0)
    grub> setup (hd0)
    grub> quit

9. Reboot

  1. Root-Passwort des zu installierenden Systems setzen:
    # passwd
  2. Arbeitsaccount anlegen und Passwort festlegen:
    # useradd -m -G users,wheel,audio,games,usb,video -s /bin/bash meolus
    # passwd meolus
  3. Festplatte aufräumen:
    # rm /stage3-*.tar.bz2*
    # rm /portage-latest.tar.bz2*
  4. Verlassen der chroot-Umgebung:
    # exit
  5. Unmounten aller Partitionen und Rebooten:
    livecd ~# cd
    livecd /# umount /mnt/gentoo/boot /mnt/gentoo/proc /mnt/gentoo/dev /mnt/gentoo
    livecd /# reboot

Erstellt am 06.08.2005
Letzte Änderung 29.09.2012

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